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Herbstblues Groove im Filmforum Bottrop

Dr. Ubagu und die Poets of Manic Depression rocken das Bottroper VHS-Kino

Einen Kino-Abend der musikalischen Art gibt es am 16. Oktober im Filmforum Bottrop. Die Bühne vor der Leinwand ist an diesem Abend angerichtet für die Bottroper Bands Dr. Ubagu und die Poets of Manic Depression. Unter dem Motto „Herbstblues-Groove“ werden dort die Freunde bluesiger Rocksounds und poetischer Rock-and-Roll-Klänge auf ihre Kosten kommen.

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Für beide Bands ist der Auftritt in der heimischen Kinokulisse ein lang gehegter Herzenswunsch – ein Gig in dieser ganz besonderen Atmosphäre vor maximal 80 Gästen. Ist doch der persönliche Kontakt zu den Besucherinnen und Besuchern in den Kinosesseln dort besonders intensiv, zumal wenn die Stimmung der Musik durch Bilder und Videos auf der Leinwand vertieft werden kann. – Worauf genau dürfen sich die Gäste an diesem Abend freuen?

DRUms + BAss + GUitar = Dr. Ubagu

Medizin für die Seele – das ist für viele Menschen auch die Musik, vor allem Live-Musik. Da passt es gut, dass sich der Blues-Spezialist Dr. Ubagu in diesen oft belastenden Tagen Zeit für sein alltaggeplagtes Publikum nimmt, um ihm eine gehörige Dosis Blues-Sound zu verabreichen.

Tatsächlich ist der Dr. Ubagu allerdings kein medizinischer Doktor. Die Abkürzung steht für DRUms BAss GUitar, eben die klassische Blues Rock Formation. Der Sound wird zusätzlich noch ergänzt durch moderne elektronische Klänge. In der aktuellen Besetzung probt das Trio seit 2018 in Dinslaken, bestehend aus Stefan Obitz (Gesang/Gitarre), Andreas Söntgen (Bass/Gesang) und Frank Weiner (Schlagzeug).

In den vergangenen Jahren hat sich die Formation durch eine Vielzahl von Auftritten in der Region mit ihrer eigenwilligen Interpretation von Bluesrock einen Namen gemacht. Die Band spielt ausschließlich selbst komponierte Stücke, fein durcharrangierte Songs, geprägt vom bluesigen Gitarrensound und dem zum Teil zweistimmigen englischsprachigen Gesang. Dabei klebt die Band allerdings nicht ausschließlich am Blues-Genre, sondern bezieht auch Pop, Reggae – und Funkelemente mit ein. Dr. Ubagu will sich in keine feste Schublade einordnen lassen.

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Goethe + Rock’n Roll = Poets of Manic Depression

 Power-Dichtung verdient Power-Sound, so das Motto der Band. Deutsche Dichtung mit schrägen Rocksounds verbinden – für die Poets of Manic Depression liegt das auf der Hand. Was dabei rauskommt, nennen sie Poetry-Rock.

Ob bluesig, funkig, rockig oder punkig – bei den Poets of Manic Depression treffen Schillers Dramen auf AC/DC-Riffs, Goethes Gedichte auf schmutzige Punkrock-Sounds,  Hesses Lyrik auf Deep-Purple-mäßigen Rock’n’Roll. Die Auseinandersetzung mit guter Literatur wollen die Poets nicht den Gralshütern der hohen Kunst in den Hörsälen und Klassenzimmern überlassen. „Wir holen die Dichtung raus aus den verstaubten Regalen und bringen sie auf die schillernden Bühnen des Rock’n’Roll!“, so Sänger Gregor Stratmann.

Textlich fokussieren sich die Musiker auf jene literarischen Werke, die die deprimierenden, düsteren und abgründigen Seiten des Daseins  thematisieren. – So etwa, wenn sie die existenzielle Einsamkeit in Hesses „Im Nebel“ mit einem Mix aus melancholisch-cleanen Gitarrenklängen und verzerrt-rotzigen Hardrock-Riffs unterstreichen. – Allerdings kann es bei den Poets of Manic Depression textlich auch ganz alltäglich deprimierend zugehen, z. B. bei ihrer Unplugged-Vertonung von Erich Kästners „Sachliche Romanze“ über eine zerbrochene Liebesbeziehung. – Die Verbreitung von Frohsinn ist also nicht gerade das Hauptanliegen der Band.

Poets of Manic Depression – das sind neben dem Gitarristen und Sänger Gregor Stratmann  Bassist Volker Vienken, der seit vielen Jahren in den verschiedensten Musikprojekten aktiv ist, sowie der „Grandseigneur“ der Band Otmar von Trümbach am Schlagzeug. In der besonders intimen Atmosphäre des kleinen Kinosaals wollen die Drei ganz bewusst auch den leiseren akustischen Klängen Raum geben. – Wir dürfen gespannt sein, zumal bei den Poets immer mit Gastauftritten anderer Künstler zu rechnen ist.

Termin: Freitag, 16. Oktober 2026, VHS-Filmforum Bottrop, Blumenstr. 12–14, 46236 Bottrop, Beginn 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, Eintritt: 10 €. Tickets über die Bands: Dr. Ubagu 0172 2800864 oder E-Mail / Poets of Manic Depression 01577 8205084 – Restkarten an der Abendkasse

Pressetext: Poets of Manic Depression

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