Spendenaktion für die Tafel Bottrop
Eine originelle Idee vom Reisebüro „schönweg“. Schön wär’s, wenn Sie mitmachen.
Restbargeld statt Schubladenfund
Sie kennen das: Sie waren in einem Nicht-Euro-Land im Urlaub und haben noch ein wenig Bargeld in dessen Währung mit nach Hause gebracht. Kartenzahlungen nehmen zwar allerorts zu, doch ganz ohne Bargeld geht es nicht: ob als „Mugger’s Money“*, für Taxifahrten, für Trinkgeld oder für Einkäufe auf einem einheimischen Markt.
Oft sind es umgerechnet nur wenige Euro, die man bei der Heimkehr noch in der Tasche hat. Fremdwährung, die in einer Schublade landet. Ein Umtausch bei der Bank lohnt sich selten. Doch in der Summe können diese Münzen oder Scheine etwas bewirken, wenn es darum geht, Armut in Deutschland zu bekämpfen. Hilfsorganisationen wie die Tafel Bottrop e. V. sind dringend auf Ihre Unterstützung angewiesen. Egal ob türkische Lira, Pfund Sterling, Schweizer Franken, schwedische Krone, polnischer Złoty oder kanadischer Dollar.
Armut mitten in Deutschland
Die Zahl der hungrigen Menschen wird leider auch in unserem Land immer größer. Besonders die Altersarmut wird zunehmend zu einem Problem. Es ist eine Schande, dass Vereine einspringen müssen, um hungrigen Menschen zu helfen. Eigentlich sollte das ja Sache der Politik sein. Doch diese hat hier in den letzten zwanzig Jahren kläglich versagt.
Und so liegt es mal wieder an uns Bürgerinnen und Bürgern, durch private Initiativen aktiv zu werden. Das dachten sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bottroper Reisebüros „schönweg“ in der Kirchhellener Straße 4. Sie initiierten eine Spendenaktion für die Tafel Bottrop. Bis Neujahr sammeln sie alle ausländischen Scheine und Münzen, tauschen sie ein und übergeben die komplette Summe der Tafel in Bottrop.
So können Sie helfen
Die Spendenbox steht im Bottroper Reisebüro „schönweg“, Kirchhellener Straße 4, im Schaufenster. Einfach hingehen und Scheine oder Münzen in die Box werfen, auch wenn es nur minimale Beträge sind. Jeder Betrag hilft.
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Vom Tisch zur Tafel
Die Tafelbewegung ist kein historisches Modell aus der Nachkriegszeit, sondern entstand erst in den frühen 1990er Jahren als Reaktion auf sichtbar werdende Armut und Lebensmittelverschwendung.
Die erste deutsche Tafel nahm am 22. Februar 1993 in Berlin ihre Arbeit auf. Gegründet wurde sie von der Initiativgruppe Berliner Frauen e. V., ursprünglich vor allem zur Versorgung obdachloser Menschen.
In Bottrop gab es die erste Tafel ab 2002. Sie wurde damals unter dem Namen „Bottroper Tisch“ vom Verein „Senioren-Partner für Jung und Alt Bottrop e. V.“ gegründet.
Tafel Bottrop heute
Seit 2013 trägt die Einrichtung den heutigen Namen Tafel Bottrop e. V. Sie verteilt Lebensmittel an Menschen mit geringem Einkommen und an kinderreiche Familien. Die Lebenshaltungskosten steigen rapide, die Armut nimmt zu und die soziale Ungerechtigkeit wächst. Die Zahl der Menschen, die am Monatsende nichts mehr zu essen haben, nimmt stetig zu. Die Tafeln kommen vielerorts an ihre Grenzen und sind dringend auf Unterstützung angewiesen. Jede Spende zählt.
Spendenbox – Öffnungszeiten Reisebüro „schönweg“, Kirchhellener Straße 4:
Montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr. Samstags von 10 bis 14 Uhr.
Udo Schucker
*„Mugger’s Money“ ist ein englischer Ausdruck für eine kleine Menge Bargeld, die man gezielt dabei hat, um sie bei einem Straßenraub einem Angreifer zu übergeben – in der Hoffnung, so Schlimmeres zu vermeiden.
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Siegerehrung Wilczok-Pokal
Foto: Udo Schucker
Gruppenbild / © Stadt Bottrop