Lesedauer: 7 Minuten

Der Film zur 23. Bottroper Kneipennacht

The Making of … Außer Atem

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Eigentlich wollte ich bei der 23. Bottroper Kneipennacht nur ein paar Fotos machen, wie jedes Jahr. Ganz ehrlich: Mir fehlte schlicht die Lust auf einen Videodreh. Zumal das bedeutete, stimmungsvolle Aufnahmen von 15 Bands in 15 Locations innerhalb von vier Stunden einzufangen. Leistungssport war schließlich noch nie so ganz mein Ding.

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Anfrage WDR

Doch das Dreigestirn der Bottroper Kneipennacht – Simone, Dirk und Reimbern – hatte da eine klare Meinung: „Diesmal brauchen wir ein Video!“ Und als dann auch noch der WDR anfragte, ob wir vielleicht etwas Filmmaterial für einen Beitrag über die Kneipennacht hätten, war die Sache entschieden.

Hatten wir nicht. Also erklärte ich mich seufzend bereit, einen kleinen Film mit Impressionen der Nacht zu drehen. Und, so viel kann ich verraten: Es wurde eine sehr lebendige und ziemlich bunte Nacht.

Mit einfachen Mitteln

Mein „Kamerateam“ bestand aus genau zwei Geräten: einem „Google Pixel 9 Pro“ und einem Gimbal vom Typ „OSMO Mobile 8“. Der Gimbal ist ein handgeführtes, motorisiertes Stabilisierungssystem, das das Smartphone über eine kardanische Aufhängung ruhig in der Schwebe hält – auch wenn der Kameramann, in diesem Fall ich, durch Menschenmengen stolpert.

Normalerweise arbeite ich mit einem kurzen Treatment oder sogar einem Mini-Drehbuch. Diesmal ging das nicht. Ich musste einfach in den Besucherstrom eintauchen und darauf hoffen, dass ich anschließend mit ein paar brauchbaren Takes wieder auftauche.

Ein einziges Motiv hatte ich vorher im Kopf: eine Highspeed-Kamerafahrt von der Kirchentür quer durchs Kirchenschiff der Kulturkirche Heilig Kreuz direkt auf die Musiker zu. Ich hatte mehrere Versuche eingeplant, doch gleich beim ersten Anlauf saß die Aufnahme perfekt.

Außer Atem

Gegen Mitternacht war mein Bilderrausch vorbei. 300 Takes auf dem Smartphone, der Akku leer, ich selbst auch, völlig außer Atem. Da musste ich unweigerlich an Jean-Luc Godards Kultfilm „Außer Atem“ denken. Kurz kam mir der Gedanke, meinen Kneipennacht-Film ähnlich enden zu lassen: Ich liege auf der Straße, hauche mit letzter Kraft Jean Seberg ins Gesicht: „C’est vraiment dégueulasse.“

Nur leider – keine Jean Seberg nirgendwo in Sicht. Vermutlich auch besser so. Die Zuschauer hätten das Ende wohl gründlich missverstanden. Also entschied ich mich, den Film einfach abrupt zu beenden, ganz im Stil der Nouvelle Vague.

Postproduktion

Beim Dreh haben mich einige Leute – Influencer und Video-Blogger – gefragt, mit welchen Tools ich meine Videos schneide. Wie versprochen, hier die Antwort:

Für den Schnitt setze ich seit über 25 Jahren auf „Adobe Premiere“, ein Programm, das übrigens auch in Hollywood zum Einsatz kommt. Für Motion Graphics, VFX und Compositing nutze ich schon lange „Adobe After Effects“. Den Vor- und Abspann hat übrigens eine KI mitgestaltet.

Udo Schucker

Alle Infos zur Bottroper Kneipennacht finden Sie auf der Website: https://bottroper-kneipennacht.de/

By the way, mehr zum Thema professionelle Videoproduktion finden Sie hier: https://wat-gibbet.de/webdesign-werbeagentur-bottrop/

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